Einer Umfrage der Dresdner Hotel Allianz zufolge hat inzwischen jeder dritte Mitarbeiter in der Dresdner Hotellerie einen Migrationshintergrund. Ein Großteil dieser Mitarbeiter stammt aus den Nachbarländern Polen und Tschechien. Aber auch weiter entfernte Länder wie Italien, Marokko, Pakistan, Russland, Spanien, Syrien, die Türkei oder Venezuela gehören zu den Herkunftsgebieten.

Dazu bemerkt der Vorsitzende des Tourismusverbandes Dresden e.V., Johannes Lohmeyer: „Nachdem noch vor einigen Jahren so gut wie kaum ein Mitarbeiter aus dem Ausland kam, ist das eine sehr erfreuliche Entwicklung, die uns hilft, den gravierenden Arbeitskräftemangel ein wenig abzudämpfen. Und nicht nur das: Internationalität ist quasi die DNA unserer Branche. Wie kann man dies besser leben als mit einem Team aus aller Herren Länder?“

Ein Abend auf den Elbwiesen in Dresden

Im Vergleich zu westdeutschen Destinationen, in denen oft mehr als 50% der Arbeitskräfte im Tourismus ausländische Wurzeln haben, besteht jedoch weiterer Nachholbedarf. Dabei hofft Lohmeyer auf das am 1. März 2020 in Kraft tretende Fachkräftezuwanderungsgesetz. „Ohne einen weiteren gezielten Zuzug in den Arbeitsmarkt werden wir das hohe Leistungsniveau der Tourismusbranche nicht dauerhaft aufrechterhalten können.“

document Bei der Gästestruktur kann Dresden bereits jetzt einen erfreulich hohen Anteil ausländischer BesucherInnen verbuchen, das bestätigt die Dresden Marketing GmbH (DMG). Mit einem Anteil internationaler Gäste von 21,4% an den Übernachtungen in Dresden hat die sächsische Landeshauptstadt die internationalste Gästestruktur in ganz Sachsen, ist damit sogar weit internationaler aufgestellt als die Handels- und Messestadt Leipzig mit 15,3%. Sachsen insgesamt bringt es auf einen Anteil ausländischer Gäste an den Gesamtübernachtungen von 10,8%. Zusätzlich zu den Gästen, die ihren Besuch mit mindestens einer Übernachtung verbinden, kommen noch zahlreiche internationale Tagesgäste vor allem aus den Nachbarländern Polen und Tschechien, aber auch als Zwischenstopp auf dem Weg von Prag nach Berlin.

Der ehrwürdige Hauptbahnhof in Dresden

„Alle unsere Gäste haben eines gemeinsam: Sie fühlen sich wohl und empfehlen Dresden Elbland als Reiseziel gern an Freunde, Bekannte und Familienangehörigen weiter. Das zeigt die hohe Weiterempfehlungsquote von aktuell 82%, die im Rahmen der Studie Destination Monitor ermittelt wurde (Quelle: Destination Monitor 2015-2017). Im Internet äußern sich sogar neun von zehn unserer Gäste zufrieden über ihren Aufenthalt in Dresden, das wissen wir über den sogenannten TrustScore (Quelle: TrustYou 2018). Wir haben alles, um diese hervorragenden Werte zu halten bzw. weiter zu erhöhen: eine attraktive Reisedestination mit sehr guten touristischen Dienstleistern wie den Hotels und die für ihre Gastfreundlichkeit bekannten BewohnerInnen. Ich bin überzeugt davon, dass Personal mit internationalen Wurzeln zusätzlich dazu beitragen kann, uns als weltoffene Metropole und damit als Top-Reiseziel zu präsentieren“, sagt Dr. Jürgen Amann, Geschäftsführer der DMG