Die Mitglieder von aireg e.V. (aireg- Aviation Initiative für Renewable Energy in Germany e.V.) begrüßen die von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vorgeschlagenen Maßnahmen, Technologien für nachhaltige Kraftstoffe weiter zu entwickeln und diese Kraftstoffe in signifikanten Mengen in den Markt zu bringen. Insbesondere im Luftverkehr werden sie entscheidende Beiträge leisten, um die von der IATA vorgegebenen CO2-Reduktionsziele zu erreichen.
Der Vorstandsvorsitzende von aireg, Siegfried Knecht, stellt dazu fest: „Nachhaltiges synthetisches Kerosin, kurzfristig als Brückentechnologie aus biogenen Quellen und mittel- und langfristig auf Basis regenerativen Wasserstoffs, muss schnellstmöglich in den deutschen und europäischen Luftverkehrsmarkt, um wichtige Schritte hin zu den Zielen für 2050 zu unternehmen.

Eine Kerosinsteuer oder die Erhöhung der Luftverkehrsabgabe mögen zwar in einigen Teilen der Bevölkerung populär sein, bringen dem Klima- und Umweltschutz im Luftverkehr aber gar nichts. Ganz im Gegenteil, entziehen sie den Fluggesellschaften doch wichtige Investitionsmittel für moderne, effiziente Flugzeuge. Politik und beteiligte Stakeholder wissen was zu tun ist. Jetzt muss in Deutschland gehandelt werden, statt auf europäische Lösungen zu warten.“

Es gilt, Mittel für die nachhaltige Umsetzung zukunftsweisender Technologien bereitzustellen. Aus Sicht von aireg ließen sich mit dem Aufkommen aus der Luftverkehrsabgabe etwa mehrere große PtK-Anlagen (Power-to-Kerosin) implementieren, mit einer Jahresproduktion von weit über 100.000 Tonnen. Man darf gespannt sein, ob die Politik den Mut hat, damit einhergehende politische Weichenstellungen im September und in der Zeit danach vorzunehmen.